Deep Sky

Galaxien

 

  

Aufnahme durch 120 mm Teleobjektiv, 15 min auf 400 ASA

Andromedagalaxie 14.10.1996

Aufnahme durch 1200 mm Reflektor, 15 min auf 1000 ASA

Andromedagalaxie 22.10.2000

Die Andromedagalaxie (M31) ist mit einer Entfernung von mehr als 2 Millionen Lichtjahren die nächste Spiralgalaxie zu unserer Position. Sie gehört wie auch unsere Milchstraße zur lokalen Gruppe, deren Mitglieder sich um ein gemeinsames Zentrum bewegen. Durch ihre Größe kann man sie als einzige am Nordhimmel mit bloßem Auge erkennen. Bei guter Sicht ist ein kleiner nebliger Fleck im Sternbild Andromeda zu finden.

Das Bild links oben entstand in 15 Minuten bei 120 mm Brennweite auf 400 ASA. Rechts oben benutzte ich das Teleskop mit 1200 mm Brennweite und belichtete 15 Minuten auf 1600 ASA. Das genügte offenbar noch nicht, denn es sind noch keine Einzelheiten erkennbar. Links oben in diesem Bild ist aber die kleine Galaxie M32 bereits zu sehen. 

 

Aufnahme durch 250/1016 mm SN-Reflektor, 5 min auf 800 ASA

 

Andromedagalaxie 12.10.2004

Bessere Sichtbedingungen und ein lichtstärkeres Teleskop machen es möglich. Im oberen Bild sind schon Teile der Staubbänder in M31 deutlich zu erkennen. Neben M32 (links oben) ist hier auch schon die Galaxie M110 (Mitte unten) gut zu sehen. Dieses Bild habe ich bei 1016 mm Brennweite (f/4) 5 Minuten auf 800 ASA belichtet. Dabei wurden Sterne bis etwa 14m abgebildet. 

 

Aufnahme durch 250/1016 mm SN-Reflektor mit Pentax ist*DL2 10 Aufnahmen je 30s bei 3200 ASA gemittelt mit RegiStax

Andromedagalaxie 5.8.2007

 

Trotz des schon recht hellen Mondlichts an diesem Tag richtete ich das Teleskop wieder einmal auf M31. Die hohe Lichtempfindlichkeit der Digitalkamera ermöglicht kurze Belichtungszeiten. Deshalb konnte ich in relativ kurzer Zeit mehrere Aufnahmen machen. Das Addieren der Bilder reduziert das bei hoher Empfindlichkeit starke Bildrauschen. Dennoch ist es im Summenbild noch sichtbar.

Durch die große Ausdehnung der Andromedagalaxie am Himmel ist es nicht möglich, sie komplett aufzunehmen. Hier wäre eine geringere Brennweite nötig (was allerdings bessere Atmosphärische Bedingungen erfordert) oder ein größerer Kamerachip.

 

 

Im rechten Bild ist oben die Dreiecksgalaxie M33 schwach zu sehen. Das Bild wurde 5 Minuten bei 120 mm Brennweite auf 400 ASA belichtet. Die Dreiecksgalaxie befindet sich etwas südlich vom Sternbild Andromeda im Sternbild Dreieck, von dem im Bild einige Sterne zu sehen sind. Es gelang mir bereits beide Galaxien gemeinsam auf einem Foto abzubilden. Leider war die Qualität des Bildes schlecht.

Mit einem kleinen oder mittleren Fernrohr kann man bereits einige Galaxien beobachten. Viele bieten einen interessanten Anblick. Beispielsweise die Sombrerogalaxie, die wir direkt von der Kante sehen. Vor einem schwach leuchtenden linsenförmigen Objekt erscheint ein dunkler Nebelstreifen, der diese Galaxie scheinbar in zwei Teile teilt.

Viele weiter entfernte Galaxien zeigen sich im Fernrohr jedoch nur als kleine Nebelflecken. Nur auf lang belichteten Bildern werden Einzelheiten erkennbar. Ich denke, dass mir bestimmt noch einige davon vor die Linse kommen.

Aufnahme durch Teleobjektiv 120mm, 5 min auf 400 ASA

Dreieck 17.8.1997

 

Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor

Zufällig fand ich auf einem Foto des Sternbildes Herkules eine kleine Galaxie. Mit Hilfe einer Sternkarte konnte ich sie als NGC 6207 identifizieren. Mit 12,2m ist sie nur sehr schwach zu erkennen und sicher auch viele Millionen Lichtjahre entfernt.

NGC 6207 - 22.7.2001 - 15 min Belichtungszeit auf 1000 ASA (Ausschnittvergrößerung)

 

Im Sternbild Pegasus sind zahlreiche Galaxien zu beobachten. Rechts zu sehen ist NGC 7331. Mit etwa 50 Millionen Lichtjahren ist sie eine der entferntesten, die ich bisher beobachten konnte. Für eine so große Distanz ist sie mit 10,3m noch recht hell.

In der Umgebung von NGC 7331 befinden sich weitere Galaxien, die aber viel lichtschwächer sind. Einzelne der schwachen, rötlichen Fleckchen, etwas rechts unterhalb von NGC 7331, sind solche weit entfernten Sterneninseln - in diesem Bild kaum von Sternen zu unterscheiden.

Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor

NGC 7331 bei 1200 mm Brennweite 15 min auf 1000 ASA belichtet (Ausschnitt)

 

16.4.2007  Aufnahme durch 250/1016mm SN mit Digitalkamera Pentax *ist DL2  (4x 30s mit RegiStax)

M 101 bei 1016 mm Brennweite 

4x 30 s auf Pentax DL2

Der erste Versuch mit der Digitalkamera Pentax *ist DL2 Fotos durch das Teleskop zu machen ist diese Aufnahme von der Feuerrad-Galaxie M 101. Durch Probleme bei der Nachführung ist die Aufnahme unscharf. Dennoch zeichnen sich die Spiralarme bereits ab. Das Bild stellt einen verkleinerten Ausschnitt des Originals dar, das aus vier Bildern summiert wurde um das Rauschen zu verringern.

In der Umgebung dieser 27 Millionen Lichtjahre entfernten und recht hellen Galaxie befinden sich zahlreiche weitere im Sternbild großer Bär und den umliegenden. Die meisten sind jedoch sehr lichtschwach und visuell daher nur schwer zu beobachten.