Sonnensystem

Weitere Objekte

 

  

Kometen: Hale Bopp

 

Aufnahme mit 120mm Teleobjektiv, 10 min auf 400 ASA

14.10.1996 Teleobjektiv 120mm 10 min auf 400 ASA

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich den Kometen ( Bildmitte ) bereits durch mein Fernrohr erkennen. Mit bloßem Auge war er noch nicht sichtbar.

Der kleine gelbliche Fleck neben dem Pfeil ist der Kugelsternhaufen M14

Aufnahme mit 120mm Teleobjektiv, 1 min auf 400 ASA

2.4.1997 Teleobjektiv 120mm 1 min auf 400 ASA

Aufnahme mit 120mm Teleobjektiv, 5 min auf 400 ASA

2.4.1997 Teleobjektiv 120mm 5 min auf 400 ASA

 

Aufnahme mit 50mm Fotoobjektiv, 6 min auf 400 ASA

Das Bild links entstand mit einem normalen 50mm Objektiv und wurde 6 min auf 400 ASA belichtet. Der helle Stern unter dem Kometen ist der Stern Almach im Sternbild Andromeda.

Auf den 3 Aufnahmen von 1997 ist der Hintergrund recht hell, da sie noch in der Dämmerung gemacht wurden. Doch später verschwand der Komet in einem Baum, wie es rechts oben zu sehen ist.

Kometen von dieser Helligkeit sind selten. Dennoch konnte man bereits ein Jahr zuvor den Kometen Hyakutake am Himmel bewundern. Hyakutake war viel größer am Himmel zu sehen aber dafür nicht so hell. Hale Bopp war durch seine große Helligkeit auch unter ungünstigen Bedingungen zu sehen.

Auf den Bildern ist der bläuliche Gasschweif, den man mit bloßem Auge nicht erkennen konnte, und der helle Staubschweif zu erkennen. Der Gasschweif zeigt immer direkt von der Sonne weg.

Die leichten Gasteilchen werden durch den Sonnenwind vom Kometen "weggeblasen". Der Staubschweif folgt ein wenig der Bewegung des Kometen. Die schwereren Staubpartikel können vom Sonnenwind nicht so stark beschleunigt werden.

Obwohl Kometen nur wenige Kilometer Durchmesser haben bilden sie eine große Gashülle ( Koma ) und einen Schweif, der über 100 Millionen Kilometer lang sein kann. Das geschieht aber nur in Sonnennähe, wenn der Temperaturanstieg die Gase zum Verdampfen bringt. Kometen haben eine meist sehr exzentrische Ellipsenbahn. Es sind Kometen bekannt, die alle paar Jahre in Sonnennähe kommen, aber andere wie z.B. Hale Bopp benötigen Jahrtausende.

Kleine, lichtschwache Kometen sind häufiger zu beobachten. Bei einer Helligkeit von meist 9 m und schwächer schwer zu finden und bestenfalls mittleren Teleskopen vorbehalten. Viele Kometen wurden bisher durch Astronomie Amateure entdeckt. Die Wahrscheinlichkeit dafür hat sich aber inzwischen verringert, denn viele werden inzwischen durch Projekte wie LINEAR und NEAT aufgespürt.

Machholz (C/2004 Q2)

 

Aufnahme mit 250/1016mm Reflektor, 5 min auf 800 ASA

 

 

Im August 2004 wurde dieser Komet entdeckt. Schon im Januar 2005 erreichte er seine größte Helligkeit von bis zu 3,5m. Mit bloßem Auge kann man ihn als kleinen nebligen Fleck am Himmel erkennen. Durch seine günstige Lage im Zenit kann er sehr gut beobachtet werden.  Der Kometenschweif ist allerdings recht schwach und nur durch ein Teleskop erkennbar.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme hellte der Mond den Himmel auf, was eine längere Belichtungszeit unmöglich machte. Der Gasschweif ist daher nur andeutungsweise zu erkennen.

16.1.2005, 5 Minuten auf 800 ASA bei 1016 mm Brennweite

 

Meteoriten

 

Aufnahme mit 50mm Fotoobjektiv, 10 min auf 400 ASA

Sternspuraufnahme mit Sternschnuppe Juli 1996 10 min auf 400 ASA

Leicht und ohne Hilfsmittel zu beobachten sind Sternschnuppen. Ein Fernrohr würde auch wenig nützen, da man es so schnell nicht auf die entsprechende Stelle des Himmels richten könnte. Bei sehr guter Sicht sind am gesamten Himmel im Durchschnitt etwa 5 bis 6 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Nur kann man natürlich den gesamten Himmel nicht überblicken. Aber es gibt mehrere Meteorströme jährlich zur gleichen Zeit, an denen die Häufigkeit deutlich zunimmt. Zum Beispiel, wenn die Erde durch die Bahn eines Kometen fliegt.

Sternschnuppen sind kleine Steinchen ( Meteoriten ), die mit hoher Geschwindigkeit ( viele Kilometer pro Sekunde ) auf die Erdatmosphäre treffen.

Für den Bruchteil einer Sekunde kann man dann die durch die Reibung erhitzte Luft als kurzen Strich am Himmel sehen. Der Meteorit selbst verdampft bei den hohen Temperaturen. Größere Meteoriten ( mehrere Zentimeter ) können auch die Erdoberfläche erreichen. Sehr große Objekte könnten der Erde auch beträchtlichen Schaden zufügen, wie zum Beispiel das Aussterben der Saurier und anderer Lebewesen vor etwa 65 Millionen Jahren einem Meteoriteneinschlag zugeschrieben wird. Aus diesem Grund wird der erdnahe Raum inzwischen überwacht, um gefährliche Objekte rechtzeitig zu erkennen. Bleibt nur zu hoffen, dass es dann auch Möglichkeiten gibt, sie von der Erde abzulenken.

Während eines Meteorstroms lassen sich Sternschnuppen auch leicht fotografieren. Man muss die Kamera nur auf einen festen Untergrund legen und mit einem Drahtauslöser mehrere Minuten belichten. Bei dem Bild oben habe ich ein normales 50 mm Kameraobjektiv verwendet.

Zwergplaneten

Nachdem es nun eine Definition für Planeten gibt, gehört der Pluto nicht mehr länger dazu. Es wurde die Klasse Zwergplaneten hinzugefügt, zu der Pluto und weitere große Asteroiden zählen.

Pluto ist schwer zu beobachten. Er ist nur bei genauester Kenntnis seiner Position zu finden und mit 13,8 m nur mit mittleren und großen Teleskopen zu erkennen. Außerdem steht er mit einer Deklination von rund -12° zur Zeit recht tief am Horizont. Die Helligkeit von Pluto liegt an der Grenze der Leistungsfähigkeit meines Teleskops. Sehen konnte ich ihn bisher nicht.

Mit Hilfe einer genauen Sternkarte ermittelte ich seine Position, um ihn zu fotografieren. Leider ist Pluto, der sich in dem Kreis befinden müsste, auf dem Bild nicht zu sehen. Der schwache Stern, gleich links unter dem Kreis, hat eine Helligkeit von 13,4m und ist damit einer der lichtschwächsten auf diesem Bild.

Im nächsten Jahr werde ich es noch einmal mit der 1200 mm - Optik versuchen. Vielleicht ist er ja dann zu sehen.

nächste Plutoopposition 25.6.2010

Das Bild wurde bei 540 mm Brennweite 15 min auf 1000 ASA belichtet.

Aufnahme durch 50/540mm Refraktor, 15 min auf 1000 ASA 

Teil des Sternbildes Schlangenträger 22.7.2001

 

Asteroiden

 

Nun fehlen nur noch die Asteroiden . Ohne optische Hilfsmittel sind sie kaum zu beobachten, da sie sehr klein sind und oft auch weit von der Erde entfernt. Selbst durch große Fernrohre kann man meist nur einen hellen Punkt sehen. Erkennen kann man Asteroiden innerhalb mehrerer Tage oder manchmal auch Stunden an ihrer Positionsänderung. Einen bekannten Asteroiden aufzusuchen erfordert die Kenntnis seiner Position.

Asteroiden bewegen sich wie Planeten auf Ellipsenbahnen um die Sonne und werden deshalb auch als Kleinplaneten oder Planetoiden bezeichnet.

Aufnahme mit 250/1016mm Reflektor, 2 min auf 800 ASA (Ausschnitt)

 

Mein erstes Foto eines Asteroiden zeigt Vesta, die Nummer 4 unter diesen Himmelskörpern, im Sternbild Wassermann. Die Aufnahme entstand knapp einen Monat nach der Opposition. Vesta hatte zu diesem Zeitpunkt eine Helligkeit von 6,7m und ist damit das hellste Objekt, etwa in der Mitte des Bildes. 

Der hellste Stern im Bild (ganz links) hat gerade mal eine Helligkeit von 9,2m und die Bezeichnung: SAO 165650. Die schwächsten im Bild sichtbaren Sterne haben eine Helligkeit bis etwa 14m.

 

Vesta 12.10.2004, 23.00 Uhr  2 Minuten auf 800 ASA bei 1016 mm Brennweite (vergrößert)

 

 

Einige bekannte Meteorströme:

Name

Radiant im Sternbild

Maximum

Dauer ( Tage )

Anzahl pro Stunde ( max )

Quadrantiden

Bootes

4. Januar

2

120

Lyriden

Leier

21. April

4

15

Eta-Aquariden

Wassermann

5. Mai

10

60

Delta-Aquariden

Wassermann

27. Juli

10

20

Perseiden

Perseus

12. August

20

140

Orioniden

Orion

21. Oktober

10

25

Leoniden

Löwe

16. November

3

variabel

Geminiden

Zwillinge

13. Dezember

6

110

Radiant im Sternbild bedeutet, dass die Meteoriten aus Richtung des angegebenen Sternbildes zu kommen scheinen. Die meisten Sternschnuppen sind oft nach Mitternacht zu beobachten.