Die Planeten

Saturn

 

 

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor mit 4-fach Balowlinse (Software: GIOTTO)

6.2.2005

Mit der ToUCam Pro II konnte ich nun Saturn in bisher nicht erreichter Größe aufnehmen. Dazu verwendete ich eine     4-fach Barlowlinse am 10" SN. Mit anderen Aufnahmemethoden war das Bild bei dieser Größe einfach zu dunkel. Die Bildgröße entspricht etwa einer fotografischen Brennweite von 45m. Eine so hohe Vergrößerung macht sich natürlich an einer schlechteren Bildschärfe bemerkbar - trotz der Verwendung sehr vieler Einzelbilder. Die hohe Lichtempfindlichkeit der Kamera macht auch geringe Farbunterschiede sichtbar.
Während meiner Beobachtung erkannte ich erstmals den schwachen inneren C-Ring. Auch auf meinen Rohbildern war dieser schwache Ring gerade noch erkennbar. Durch die Nachbearbeitung von Schärfe und Kontrast im oberen Bild verschwand dieser Ring leider. Also versuchte ich mit den verschiedensten Methoden, dieses Detail dem Bild zu entlocken. Schließlich gelang mir das auch, was sich aber an einer extremen Körnung bemerkbar machte. Deshalb zeige ich hier rechts nur die verkleinerte Version, auf der die Körnung nicht mehr so deutlich wird. Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor mit 4-fach Balowlinse (Software: GIOTTO) - stark nachbearbeitet, verkleinert

6.2. 2005

Vergrößern Da die Information des inneren Rings nun mal auf den Bildern vorhanden ist, habe ich weitere Versuche unternommen, diesen auch ohne große Qualitätseinbußen sichtbar zu machen. Nach aufwändigen Filtervorgängen ist das linke Bild entstanden, auf dem zumindest Teile davon erkennbar sind (zum Vergrößern anklicken). 

Zusätzlich hier noch ein Teil des unbearbeiteten Originalvideos (etwa 450 Bilder), auf dem das Seeing erkennbar ist 

(verkleinert und komprimiert).

 

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

18.10.1997

Die folgenden Bilder des Saturn entstanden im Abstand von jeweils ungefähr einem Jahr. Weitere sollen in den nächsten Jahren folgen. Sie zeigen wie sich die Neigung der Ringe während der Bewegung um die Sonne ändert.

Der Saturn braucht für einen Umlauf um die Sonne fast 30 Jahre. Die Rotationsachse des Saturn ist gegenüber der Bahnebene um fast 27° geneigt. Die Folge ist, dass wir die Ringe je nach der Position des Saturn auf seiner Bahn in einem unterschiedlichen Winkel sehen. 1995 konnten wir die Saturnringe in kleineren Fernrohren zeitweise überhaupt nicht erkennen, da sie parallel zu unserer Blickrichtung lagen. Inzwischen wird der Öffnungswinkel der Saturnringe wieder kleiner. In einigen Jahren sind sie dann wieder nur von der "Kante" zu sehen. Ich werde versuchen, einen vollständigen Umlauf des Saturn zu dokumentieren.

Hier schon mal ein Teilergebnis: 

Durch ein Fernrohr kann man erkennen, dass der Saturnring nicht aus einem Stück besteht. Bereits in einem kleinen Fernrohr sieht man eine Lücke (Cassinische Teilung). Dadurch wird der Saturnring in zwei Ringe unterteilt. Mit einem mittleren Teleskop kann man eine noch kleinere Lücke ( Enckesche Teilung ) und den sehr schwach leuchtenden inneren Ring sehen. Inzwischen ist durch die Raumfahrt bekannt, dass der Saturnring aus tausenden Einzelringen besteht, die wiederum aus mehrere Meter großen Eis- oder Steinbrocken gebildet werden. Sie werden vermutlich durch die Gravitation von Monden zusammengehalten.

Auf der Oberfläche des Saturn ist wie bei Jupiter eine dichte streifenförmige Wolkendecke zu sehen. Besonders große Wirbelstürme sind als weiße Flecken zu erkennen. Weiterhin sieht man einige Wochen vor oder nach der Opposition den Schatten der Ringe auf dem Saturn und den Saturnschatten auf dem hinteren Teil der Ringe.

Ich konnte bei Saturn durch mein Fernrohr bisher 5 Monde erkennen. Meine Versuche sie zu fotografieren scheiterten allerdings bisher durch Probleme bei der Nachführung. Sie waren jeweils nur als Striche zu sehen.

Die beiden Bilder von 2001 und 2002 entstanden im Abstand von etwa 4 Monaten - jeweils vor und nach der Opposition. Am Schatten des Saturnkörpers auf dem Ring kann man die veränderte Lage gegenüber Sonne und Erde erkennen. Vor der Opposition erscheint der Schatten links, danach rechts hinten auf dem Ring.

Aufnahmen bis zum 15.2.2001 durch Okularprojektion ( entsprechend 24 m Brennweite auf Kleinbildfilm) je 3 s auf 1600 ASA belichtet

Aufnahmen ab 12.10.2001 jeweils Komposit aus mehreren Einzelbildern durch Okularprojektion auf Hi8-Kamera bei 24m Brennweite durch das 150 mm Teleskop

Mit Hilfe der Videokamera gelangen auch hier deutlich bessere Aufnahmen. Die Cassinische Teilung wird sichtbar, der Planeten- und Ringschatten und bereits eine schwache Streifenstruktur in der Wolkendecke. 

Die Aufnahme vom Jahr 2003 zeigt den Saturn noch einmal mit voll geöffnetem Ring. Im nächsten Jahr wird sich uns das Ringsystem schon etwas flacher zeigen. 

 

Die nächsten Aufnahmen entstanden durch das 250 mm SN - Teleskop

Zu Beginn des Jahres 2004 ist diese Abnahme der Ringöffnung noch nicht sehr deutlich zu erkennen.

 

 

Anfang 2005 ist schon zu sehen, dass der Ring oben nicht mehr über den Planeten hinausragt.

Diese Aufnahme ist die verkleinerte Version des großen Bildes (oben).

 

Aufnahmen ab 12.5.2006 jeweils Komposit aus mehreren Einzelbildern durch Okularprojektion auf ToUCam Pro II bei 24m Brennweite durch das 250/1016 SN Teleskop

Im Jahr 2006 beginnt sich der Rand des Planetenkörpers wieder unter dem Ring zu zeigen.

 

2007 wird er dort deutlicher sichtbar. Die Öffnung des Ringes nimmt nun merklich ab.

 

In dieser Aufnahme aus dem Jahr 2008 wird deutlich, dass die geringere Ringöffnung inzwischen ein Erkennen der Teilungen erschwert. 

 

Im Jahr 2009 blickt man direkt auf die Kante des Saturnringes. Entsprechend der Lage der Erde auf ihrer Bahn ist mal mehr und mal weniger vom Ring zu sehen.

 

Der Wechsel der Ringansichten ist nun im Jahr 2010 endgültig beendet. In diesem Bild ist der Saturnring zum letzten Mal fast direkt von der Kante zu sehen. Für knapp 15 Jahre werden wir ihn nun nur noch von "unten" betrachten können.

 

2011 beginnt sich der Ring wieder in seiner vollen Pracht zu zeigen. Leider waren die Bedingungen am Tag der Aufnahme nicht sehr günstig. Eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgte für einen nebligen Schein um den Saturn. Auch die Verwendung vieler Einzelbilder verbesserte das Ergebnis nicht.

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

21.11.1998

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

16.11.1999

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

15.2.2001

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

12.10.2001

 

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

17.2.2002

 

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

22.3.2003

 

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

5.3.2004

 

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor mit 4-fach Balowlinse (Software: GIOTTO) - verkleinert

 

6.2.2005

 

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor durch Okularprojektion

12.5.2006

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor durch Okularprojektion

2.4.2007

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor durch Okularprojektion

28.3.2008

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor durch Okularprojektion

13.4.2009

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor durch Okularprojektion

17.4.2010

6.5.2011

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

22.3.2003

Inzwischen gelang es mir nun auch den Saturnmond Titan fotografisch festzuhalten. Der Saturn selbst ist auf der Aufnahme natürlich stark überbelichtet und erscheint deshalb nur als weißer Fleck. Es handelt sich hier wieder um ein Komposit mehrerer Einzelbilder einer Aufnahme mit der Hi8 - Kamera, das außerdem stark kontrastverstärkt wurde. 

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

                 6.2.2005

 

 

Auch hier zeigt die ToUCam Pro II bessere Ergebnisse. Gleich vier Saturnmonde konnte ich damit aufnehmen. Saturn selbst ist wieder stark überbelichtet.

Von links nach rechts: Titan, Rhea, Thetys, Dione

Komposit mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

13.4.2009

In dieser Aufnahme gelang es mir erstmals einen Saturnmond (Titan) gleichzeitig mit dem Planeten bei "normaler" Belichtung aufzunehmen. Dieser erscheint dann allerdings recht schwach.

Zusammenstellung aus Kompositen mehrerer Einzelbilder mit ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

13.4.2009

Durch das Teleskop sind bis zu fünf Saturnmonde als nadelfeine Pünktchen zu erkennen. Sie gleichzeitig mit dem Saturn aufzunehmen ist wegen ihrer geringen Helligkeit recht schwierig. Ich habe deshalb in diesem Bild den stark überbelichteten Saturn durch eine Aufnahme des Planeten vom selben Abend ersetzt (in Lage und Größe angepasst). Durch dieses Verfahren erscheinen die Monde gegenüber dem Saturn allerdings im Bild viel heller als sie in Wirklichkeit sind.

Von links nach rechts: Titan, Rhea, Dione, Thetys

 

Saturn ist mit bloßem Auge als heller Punkt am Himmel zu sehen. Die Ringe werden aber erst in einem Fernrohr mit mindestens 30facher Vergrößerung als kleine "Beulen" sichtbar. Um Einzelheiten auszumachen sollte die Vergrößerung auf jeden Fall über 100fach betragen.

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

Dieses Bild entstand bei einer Brennweite von 2,4 m. Das entspricht etwa 40facher Vergrößerung.

Nächstes Ereignis:

 

 

Datum

 Saturnopposition

15.4.2012

28.4.2013