Die Planeten

Jupiter

 

 

Jupiter mit Teleobjektiv 120mm 1 min auf 400 ASA

Jupiter Juli 1996

Jupiter ist in seiner Oppositionsstellung deutlich weiter von der Erde entfernt als der Mars. Da er aber der größte Planet in unserem Sonnensystem ist, kann man ihn besser beobachten.

Die Umlaufzeit von Jupiter um die Sonne beträgt fast 12 Jahre. Aus diesem Grund hängt seine Sichtbarkeit hauptsächlich von der Umlaufzeit der Erde ab. Er ist damit jedes Jahr mehrere Monate gut zu beobachten. Während der Opposition erreicht sein scheinbarer Durchmesser mehr als 45''. Zu dieser Zeit ist der Jupiter nach der Venus das hellste Objekt am Himmel und leicht zu finden.

Auf diesem Bild befand sich der Jupiter im Sternbild Schütze. Links von ihm ist ein Teil des Sternbildes zu erkennen. Der südliche Teil des Sternbildes ist hier nicht zu sehen, da sich der Jupiter nur knapp über den Bäumen befindet.

Das Bild habe ich mit einem Kleinbildfotoapparat eine Minute auf 400 ASA belichtet. Die Belichtungszeit kann auch kürzer sein, nur erscheinen dann weniger Sterne auf dem Foto. Außer dem Fotoapparat benötigt man noch einen Drahtauslöser um den Kameraverschluß während der Belichtung festzustellen. Vorher muss der Fotoapparat auf einer "wackelfreien" Unterlage aufgestellt werden.

Bei Belichtungszeiten über etwa eine halbe Minute erscheinen die Sterne dann allerdings als Striche, da sich die Erde dreht. Um das zu vermeiden muss die Aufnahme nachgeführt werden. Dazu ist dann aber ein Fernrohr und eine parallaktische Montierung nötig.

 

Okularprojektion, 150/1200mm Reflektor

16.11.1999

Betrachtet man den Jupiter durch ein Fernrohr, kann man viele Strukturen in der dichten Wolkendecke erkennen. Die streifenförmigen Wolkenbänder und die abgeplattete Form des Jupiter sind auf dieser Aufnahme schwach zu erkennen.

Durch ein Fernrohr sind auch die vielen Wirbelstürme in der Atmosphäre zu sehen. Leider ist mein Foto vom Jupiter zu unscharf um auch diese Details abzubilden.

Aufnahme durch Okularprojektion ( entsprechend 24 m Brennweite ) 0,5 s auf 1600 ASA belichtet

Die Verwendung einer Videokamera anstatt des Fotoapparates bietet natürlich auch hier deutliche Vorteile, was an der höheren Bildschärfe und dem Detailreichtum der nächsten Bilder zu sehen ist.

Die Aufnahmen sind jeweils Komposite aus mehreren Einzelbildern einer Videosequenz. Beim ersten der beiden Bilder (13.10.2001) habe ich die Kamera nur "freihändig" hinter das Okular gehalten, um zu testen, ob es mit Videokamera überhaupt funktioniert. Das es bei dieser Vergrößerung schwierig ist, die Kamera ruhig zu halten, kann man sich sicher vorstellen. 

Inzwischen ist auch die Halterung für die Videokamera fertig. Trotzdem ist das nächste Bild auch nicht besser. Vielleicht lag es aber auch an dem stärkeren Seeing an diesem Tag.

 

Aufnahmen ab 13.10.2001 durch Okularprojektion auf Hi8 - Kamera bei 24 m Brennweite

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

13.10.2001

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

17.2.2002

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 62/840mm Reflektor (Software: GIOTTO)

2.6.2002

Während einer Venusbeobachtung mit dem 62 mm Refraktor war auch Jupiter noch dicht über dem Horizont zu sehen. Selbst mit diesem kleinen Teleskop sind auf der Videoaufnahme schon Details zu erkennen.

Okularprojektion auf Hi8 Kamera bei 12 m Brennweite mit 62 mm Refraktor

Komposit mit Philips ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

27.7.2008

Die niedrige Lage über dem Horizont in diesem Jahr erschwert die Aufnahmen durch ein stärkeres Seeing. Durch die Addition vieler Einzelbilder und eine anschließende Nachbearbeitung wird der große rote Fleck dennoch erkennbar.

Ich habe nun mehrere Aufnahmen in etwa drei Stunden gemacht und sie zu einem kleinen Film zusammengestellt. Die ersten Aufnahmen entstanden bei noch stärkerem Seeing nach diesem heißen Tag. Trotzdem ist die Rotation des Jupiter erkennbar.

Okularprojektion auf ToUCam Pro II bei 24 m Brennweite mit 250/1016mm Reflektor 

 

Bereits mit einem Fernglas kann man die 4 großen Jupitermonde erkennen. Der Jupitermond Io bewegt sich in weniger als zwei Tagen einmal um den Planeten. Beobachtet man die Monde im Abstand von ein bis zwei Stunden, kann man schon die Veränderung seiner Position sehen. Häufig bewegen sich die Monde auch direkt vor dem Jupiter vorbei. Durch ein Fernrohr sieht man dann die Schatten der Monde auf dem Jupiter.

Aufnahme 1s auf 1600 ASA belichtet durch 150/1200mm Reflektor

21.11.1998

Aufnahme 1s auf 1600 ASA belichtet durch 150/1200mm Reflektor

16.11.1999

Aufnahmen durch Okularprojektion ( entsprechend 6 m Brennweite ) je 1 s auf 1600 ASA belichtet

        Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

5.3.2004

Auch die Jupitermonde kann man mit der Videokamera aufnehmen (linkes Bild). Allerdings muß die Helligkeit der Kamera dabei hochgeregelt werden. Dabei wird natürlich der Jupiter selbst stark überbelichtet. Weiterhin habe ich den Kontrast des Komposits verstärkt, um die Monde deutlicher sichtbar zu machen.

Okularprojektion auf Hi8 - Kamera entspricht 4 m Brennweite

Das folgende Bild entstand mit der ToUCam Pro II. Da Jupiter auch hier stark überbelichtet war, habe ich ihn durch eine richtig belichtete Aufnahme vom gleichen Tag ersetzt (in Lage und Größe angepasst). 

Mosaik aus den Kompositen mehrerer Einzelbilder mit Philips ToUCam Pro II durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

Ganymed

Io   Europa Kallisto  

5.5.2006  23.30 Uhr   Okularprojektion entspricht etwa 10 m Brennweite

 

Ermutigt durch die Ergebnisse bei den anderen Himmelskörpern habe ich den Versuch gewagt, einzelne Jupitermonde bei sehr hoher Brennweite mit der Videokamera aufzunehmen. Bereits das Einstellen der Monde in die Bildmitte gestaltete sich bei einer so extremen Brennweite recht schwierig. Die geringste Berührung des Teleskops ließ den jeweiligen Mond gleich wieder aus dem Bildfeld verschwinden. Trotzdem gelang es mir dann bei zwei Monden. Die besten Einzelbilder der Videosequenzen habe ich dann wieder für ein Komposit verwendet. Natürlich sind die Ergebnisse recht unscharf, da die Größe der Jupitermonde mit kaum mehr als 1" nur wenig über dem Auflösungsvermögen meines 150/1200 Teleskops liegt. Aber zumindest ist zu erkennen, dass es sich um kugelförmige Himmelskörper handelt. (rechts)

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

Europa 

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 150/1200mm Reflektor (Software: GIOTTO)

Io

Aufnahmen am 17.2.2002 durch Okularprojektion bei etwa 70 m Brennweite auf Hi8 Kamera
Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

 

Europa

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

 

Io

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

 

Ganymed

Komposit mehrerer Einzelbilder einer Hi8 Aufnahme durch 250/1016mm Reflektor (Software: GIOTTO)

 

Kallisto

Bessere Ergebnisse konnte ich inzwischen mit dem 

250 mm SN - Teleskop erreichen. Bei etwa gleicher Brennweite sind die Monde etwas schärfer. Auch hier habe ich sehr viele Einzelbilder der 

Hi8 - Kamera addiert. (links)

Aufnahmen am 5.3.2004 durch Okularprojektion bei etwa 70 m Brennweite auf Hi8 Kamera

 

Nächstes Ereignis:

 

 

Datum

Jupiteropposition

21.9.2010

29.10.2011