Besondere astronomische Ereignisse

2010

 

 

Totale Mondfinsternis am 21.12.2010

 

Komet C2009 R1 (McNaught)

 

Komet C2009 K5 (McNaught)

 

Komet 81P (Wild 2)

 

Komet 10P (Tempel 2)

 

Komet C/2009 O2 (Catalina)

 

Bahnelemente aktueller Kometen zur Eingabe in verschiedene Astronomie - Programme (englisch)

(Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics)

Komet C/2009 R1 (McNaught)

 

Dieser Komet befindet sich bei einer Helligkeit von 14m zurzeit am Rande des Sternbildes Wassermann und kann von Deutschland aus nicht beobachtet werden.  Er durchquert nun die Sternbilder Wassermann und Fische. Im April wird er bei 12m bis 11m im Sternbild Fische in den frühen Morgenstunden wieder sichtbar.

Im Mai wandert der Komet durch das Sternbild Pegasus. Seine Beobachtungshöhe bei Sonnenaufgang verbessert sich nun. Er bewegt sich in das Sternbild Andromeda und wird dort heller als 10m. Ende Mai geht er schon kurz nach Mitternacht auf. Seine Helligkeit steigt nun deutlicher an. Er sollte zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Fernglas sichtbar sein. 

Mitte Juni wird er im Sternbild Perseus dann sogar heller als 6m - wenn die Prognosen eintreffen - und kann mit bloßem Auge aufgefunden werden.

Er bewegt sich nun durch die Sternbilder Fuhrmann und Zwillinge und nähert sich dabei rasch der Sonne. Trotz weiter steigender Helligkeit wird er wohl Ende Juni nicht mehr zu sehen sein. Im August taucht er dann wieder am südlichen Sternhimmel auf und kann von Deutschland aus nicht mehr beobachtet werden.

 

Ephemeriden des Kometen

 

Komet C/2009 K5 (McNaught)

 

Der Komet McNaught befindet sich zurzeit im Sternbild Schild. Seine Helligkeit liegt bei 11m. Im April sollte er heller als 10m werden.

 

Der Komet taucht nach 3.00 Uhr am südöstlichen Horizont auf. Eine Beobachtung ist noch schwierig, da die Dämmerung zu diesem Zeitpunkt bereits beginnt. 

In den nächsten Tagen bewegt er sich dann in das Sternbild Adler. Damit ist er in der zweiten Nachthälfte bei zunehmender Helligkeit recht gut zu beobachten. Auch seine Winkelgeschwindigkeit wird nun größer. Ende März erreicht der Komet das Sternbild Pfeil und wird zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich auch heller als 10m. Er rast jetzt durch die Sternbilder Füchslein und Schwan und verschiebt dabei seine Aufgangszeit vor Mitternacht.. Ende April erreicht er sein Helligkeitsmaximum und fliegt in das Sternbild Kepheus. Damit ist er zirkumpolar und die ganze Nacht zu beobachten.

Der Komet bewegt sich dann in Richtung des Sternbildes Giraffe. Dabei kommt er dem Himmelsnordpol recht nahe. Wenn die derzeitigen Prognosen eintreffen, wird er im Mai aber schon wieder schwächer als 10m werden.

 

Ephemeriden des Kometen

 

Komet 81P (Wild 2)

 

Dieser kurzperiodische Komet wurde erst Anfang 1978 von Paul Wild entdeckt. Er wurde im Jahr 2004 durch die Raumsonde Stardust untersucht und hat eine Periode von nur 6,4 Jahren. 

 

Zurzeit befindet sich der Komet im Sternbild Jungfrau bei einer Helligkeit von etwa 10m. Damit kann er nun schon vor Mitternacht beobachtet werden. 

Der Komet verbessert langsam seine Sichtbarkeit und die Helligkeit nimmt zu.

Ende März erreicht er im Sternbild Jungfrau seine größte Helligkeit von voraussichtlich 9m. In diesem Sternbild verbleibt er dann für die darauffolgenden Monate und wird schließlich wieder schwächer.

 

Ephemeriden des Kometen

 

Komet 10P (Tempel 2)

 

Dieser Komet ist ebenfalls kurzperiodisch und wurde bereits Mitte des Jahres 1873 von Ernst Wilhelm Leberecht Tempel entdeckt. Dies war bereits der zweite kurzperiodische Komet, den er entdeckte. Er hat eine Umlaufzeit von nur 5,38 Jahren.

 

Der Komet befindet sich zurzeit im Schwanz der Schlange bei einer Helligkeit von etwa 14m. Er ist erst nach 3.00 Uhr tief am südöstlichen Horizont bei beginnender Dämmerung schwierig zu beobachten.

Er bewegt sich in Richtung des Sternbildes Schild. Seine Helligkeit nimmt nun deutlicher zu. Die Sichtbarkeit beschränkt sich aber immer noch auf die frühen Morgenstunden. Nun streift der Komet die Sternbilder Schütze und Steinbock, worauf er den Wassermann durchquert. Mitte Juli erreicht er dann im Sternbild Walfisch seine größte Helligkeit um voraussichtlich 8m. Er wird aber trotzdem erst nach Mitternacht zu beobachten sein.

In den folgenden Monaten verlagert er seine Sichtbarkeit auch vor Mitternacht. Dabei nimmt die Helligkeit aber wieder ab und wird im Oktober unter 10m sinken.

Ephemeriden des Kometen

 

Komet C/2009 O2 (Catalina)

 

Dieser erst am 27.Juli 2009 entdeckte Komet ist die 71. Entdeckung eines Kometen durch "Catalina Sky Survey".  Er befindet sich bei einer Helligkeit von 11m im Sternbild Füchslein. Damit taucht er nach 3.00 Uhr am Osthorizont auf. Wegen der beginnenden Dämmerung dürfte eine Beobachtung schwierig sein.

 

Die Winkelgeschwindigkeit des Kometen nimmt weiter zu. Er bewegt sich in das Sternbild Schwan. Dort wird er in den nächsten Tagen voraussichtlich heller als 10m. Weiterhin bewegt er sich schnell durch das Sternbild Eidechse und erreicht am 24. März im Sternbild Andromeda seine größte Helligkeit von etwa 9m. Damit könnte er mit einem Fernglas schon beobachtbar sein. Der Komet ist zu diesem Zeitpunkt zwar zirkumpolar, trotzdem liegt die günstigste Beobachtungszeit in den Abendstunden in Richtung Nordwesten oder in den Morgenstunden in Richtung Nordosten. Er befindet sich um Mitternacht recht nahe am Nordhorizont. Bei Abnehmender Winkelgeschwindigkeit bewegt er sich dann durch den Perseus in den Stier. Dort nimmt seine Helligkeit wieder deutlich ab.

Ephemeriden des Kometen

 

Totale Mondfinsternis am 21.12.2010

 

Diese totale Mondfinsternis ist von Deutschland aus nur teilweise beobachtbar. Wer sie vollständig beobachten möchte, sollte sich am besten auf der anderen Seite der Erdkugel aufhalten.

 

Hier in Deutschland beginnt die Finsternis um 6.28 Uhr.  7.33 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten ein.

Erst ab 8.41 Uhr befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde. Das kann allerdings schon nicht mehr beobachtet werden, da der Mond schon 8.18 Uhr untergeht. Da wenige Minuten vorher der Sonnenaufgang stattfindet, wird auch die Beobachtung des Beginns der Finsternis recht schwierig sein.